Blog · Mobilität
Jobrad, Deutschlandticket oder Mobilitätsbudget: Welcher Mobilitäts-Benefit passt zu dir?
Mobilität frisst einen ordentlichen Teil deines Nettogehalts – und ist gleichzeitig der Bereich, in dem Arbeitgeber am meisten für dich tun können. Vier Modelle haben sich durchgesetzt; welches zu dir passt, hängt vor allem davon ab, wie du unterwegs bist.
Deutschlandticket als Jobticket: für Pendler mit Bahn & Bus
Dein Arbeitgeber bezuschusst das Deutschlandticket steuerfrei (§ 3 Nr. 15 EStG) – viele übernehmen es sogar komplett. Rechnung: Zahlst du es heute selbst, sind das über 700 € im Jahr aus deinem Netto. Übernimmt es der Chef, ist das wie eine Gehaltserhöhung von grob 1.200 € brutto. Der stärkste Alltags-Benefit für ÖPNV-Pendler.
Jobrad: fürs Rad – auch privat
Du least dein Wunschrad über den Arbeitgeber aus dem Bruttogehalt und versteuerst nur 0,25 % des Listenpreises monatlich. Unterm Strich wird das Rad 20–40 % günstiger als beim Kauf – Versicherung und Service sind meist dabei. Noch besser: Überlässt dir der Arbeitgeber das Rad zusätzlich zum Gehalt, ist es komplett steuerfrei. Lohnt sich für alle, die ohnehin ein (E-)Bike wollen.
Mobilitätsbudget: für Flexible
Ein monatlicher Betrag, den du frei auf Bahn, Sharing, E-Scooter oder Taxi verteilst – je nach Nutzung steuerfrei oder pauschal versteuert. Ideal, wenn du mal Rad, mal Bahn, mal Carsharing nutzt und dich nicht festlegen willst.
JobAuto: fürs Auto per Gehaltsumwandlung
Auch das Auto gibt es inzwischen als Benefit: als flexibles Abo oder E-Auto-Leasing aus dem Bruttogehalt, versteuert mit 1 % (Verbrenner) oder nur 0,25 % (E-Auto) des Listenpreises. Gegenüber privatem Leasing sparst du je nach Modell 30–60 % – Versicherung und Wartung inklusive. Interessant, wenn ein eigenes Auto ohnehin ansteht.
Die Kurzentscheidung
- Ich pendle mit Bahn/Bus: Deutschlandticket zuerst – größter Effekt, null Aufwand.
- Ich will ein (E-)Bike: Jobrad – besonders stark bei hochwertigen Rädern.
- Ich bin gemischt unterwegs: Mobilitätsbudget – Flexibilität schlägt Einzeloptimierung.
- Ein Auto steht an: JobAuto durchrechnen (lassen), bevor du privat least.
Alle Modelle setzen voraus, dass dein Arbeitgeber sie anbietet – und die meisten sind für ihn günstig bis kostenneutral. Ansprechen lohnt sich also. Was welcher Baustein netto bringt, zeigt dir der Rechner.